Equi Life Intervention
Gesundheit für Mensch und Pferd

Erfahrungsbericht - Ponygruppe

„Mama ich möchte unbedingt reiten gehen!“ Mit diesen Worten lag mir meine 5-jährige Tochter über Monate in den Ohren. „Lene auch!“, legte meine damals noch 2-jährige Tochter immer direkt nach.
Obwohl ich von der Idee sehr angetan war, gestaltete sich die Umsetzung aufgrund des Alters hier in Dresden zunächst als sehr schwierig.
Nach einem totalen Misserfolg am Rande von Dresden (völlig unangebrachter Umgang mit kleinen Kindern) wurde mir mehrmals das ELi- Reiten von Ina empfohlen. Aber würde es sich lohnen die 50 km jeden Mittwoch Nachmittag für eine Hin- und Rückfahrt auf sich zu nehmen?Zunächst rief ich Ina an und schon nach einer Minute war mir klar, dass es sich lohnen würde! Ina mit ihrer offenen und herzlichen Art nahm sich viel Zeit und ich konnte mich ihr sofort öffnen. Bereits die erste Reitstunde war ein voller Erfolg.Wir drei wurden vom ELi-Team mit offenen Armen empfangen und beide Mädchen fühlten sich sofort willkommen und angenommen. Da meine große Tochter leider schlechte Erfahrungen in ihrer alten Kindertagesstätte sammeln musste, litt sie unter Ängsten, geringem Selbstbewusstsein und hatte Probleme Fremden zu vertrauen und sich bei ihnen sicher zu fühlen. Auch meine kleine Tochter ging mit großer Vorsicht an die ganze Sache heran. Doch zu Ina und Sandra konnten beide sofort Vertrauen fassen! Mit ganz viel Geduld und Liebe gingen sie auf meine Mädchen ganz individuell ein und ohne jeglichen Druckaufbau saß meine große Tochter bereits in der ersten Stunde glücklich auf den Ponys und schien ihre Ängste und Sorgen für den Moment vergessen zu haben. Auch bei meiner kleinen Tochter geschah erstaunliches. Die Pferde fanden sofort einen Weg in ihr Herz und sie getraute sich direkt in der ersten Reitstunde unter liebevoller Anleitung die Ponys mit zu putzen. Trotz ihrer Berührungsängste saß sie bereits in der zweiten Reitstunde glücklich auf den Ponys.
Ina und Sandra stellen nicht nur das Reiten in den Mittelpunkt, sondern auch den Umgang mit den Pferden und geben den Kindern viel Zeit und Raum um mit diesen fabelhaften Tieren in Kontakt treten zu dürfen. Vor allem bei meiner großen Tochter konnte ich beobachten wie alleine schon der Körperkontakt zu den Pferden im Beisein von Ina oder Sandra die Wunden in ihrer kleinen Seele heilen ließen. Das Reiten gibt beiden außerdem ein großes Selbstbewusstsein. Ina und Sandra schaffen es wirklich auf jedes Kind individuell einzugehen und jedes ohne Vorurteile anzunehmen. Auch für Probleme und Sorgen haben sie jederzeit ein offenes Ohr.
Und das Beste- in jeder Reitstunde wird viel gelobt, keinerlei Druckaufbau findet statt, spielerisch und mit ganz viel Spaß werden die Kinder an den richtigen Umgang mit Pferden heran geführt und nach jeder Reitstunde bekommen sie von Ina und Sandra das Gefühl vermittelt eine ganz, ganz tolle Leistung vollbracht zu haben.
Was ist also mein Faszit? Beide Kinder lieben das Reiten über alles und haben sich sehr positiv entwickelt, was auch meiner Umgebung sehr auffällt. Beide haben einen großen Fortschritt in Bezug auf ihre Ängste erzielt und viel Selbstvertrauen entwickelt. Das auch der Spaßfaktor sehr hoch ist, muss wahrscheinlich nicht noch extra erwähnt werden.
Sehr schön ist auch, dass die Kinder diese besondere Zeit zusammen mit Mama/ Papa/Oma,...erleben und genießen dürfen. Denn wer möchte, darf sich mit integrieren und so hautnah alles mit erleben. (zum Beispiel beim Putzen) Ich habe immer das Gefühl, dass solche gemeinsamen Erlebnisse eine ganz besonders enge Verbindung zwischen mir und meinen Töchtern schaffen.
Und für mich als Mama ist es auch ein tolles Herausreißen aus meinem stressigen Alltag. Denn die wunderschöne Umgebung auf dem Reiterhof lädt einfach nur zum Erholen und Entspannen ein. Meine große Tochter sagt immer es ist unser Kurzurlaub.
Ich kann dieses Ponyreiten einfach nur jedem empfehlen,egal ob die Kinder Defizite jeglicher Art aufweisen oder nicht- jedes Kind gewinnt dabei etwas!
Wir bedanken uns beim ELi- Team ganz, ganz herzlich und können eigentlich immer nur wieder betonen, wie dankbar wir sind dabei sein zu dürfen!

Carolin, März 2017